Was steckt hinter Aigenkapital, wie funktioniert das Regime-Modell — und was kann es ausdrücklich nicht? Hier die Antworten, auch auf die unbequemen Fragen.
Was ist Aigenkapital?
Aigenkapital ist eine unabhängige Makro-Research-Plattform. Wir analysieren das globale wirtschaftliche Umfeld mit einem eigenen Regime-Modell und übersetzen die Ergebnisse in klare, umsetzbare Einordnungen — kostenlos im Wochenbriefing, vertieft im Premium-Bereich.
Wie funktioniert das Regime-Modell?
Unser Modell wertet täglich über 53 Makro-Indikatoren aus — von Arbeitsmarkt und Inflation über Kreditbedingungen bis zu globalen PMIs. Daraus ergibt sich ein Score für vier mögliche Makro-Regime: Soft Landing, No Landing, Recession und Stagflation. Kein Bauchgefühl, sondern datengetriebene Einordnung mit transparenter Methodik.
Was bedeuten Soft Landing, No Landing, Recession und Stagflation?
Soft Landing: Wachstum kühlt moderat ab, Inflation sinkt Richtung Ziel — bullish für Aktien und Anleihen. No Landing: starkes Wachstum bei hartnäckiger Inflation — gut für Aktien, schlecht für Anleihen. Recession: Wachstum bricht ein, Spreads weiten sich — Flucht in Treasuries und Gold. Stagflation: schwaches Wachstum trifft hohe Inflation — bearish für fast alles außer Rohstoffe und Gold.
Kann euer Modell den Markt vorhersagen?
Nein — und wir haben es überprüft, statt es zu behaupten. In einem systematischen Test haben wir 105 Kombinationen aus Modellachsen und Zeitfenstern gegen die tatsächlichen Marktbewegungen gerechnet, mit Placebo-Kontrolle und getrennten Zeiträumen für Entwicklung und Prüfung. Keine einzige hat den Test überstanden. Im Gegenteil: Die Achsen laufen den Märkten eher hinterher als voraus. Das Regime-Modell beantwortet die Frage, wo wir stehen — nicht, wohin es geht. Wer Ihnen das Gegenteil verspricht, hat es nicht nachgerechnet.
Wie oft liegen die Prognosen richtig, die ihr sammelt?
Von den bisher 512 aufgelösten Prognosen trafen rund 51 Prozent zu, 30 Prozent nicht, und bei 19 Prozent war das Bild gemischt. Das klingt ernüchternd und deckt sich doch mit dem, was unabhängige Forschung findet: CXO Advisory kam bei einer Auswertung von über 6.500 Marktprognosen auf 46,9 Prozent. Genau deshalb sammeln wir Prognosen mit Namen und Datum: nicht um Gurus zu finden, sondern um zu wissen, wie viel eine Aussage wert ist.
Bringt es etwas, wenn viele Quellen dasselbe sagen?
Weniger, als man denkt. Wir haben es an 478 aufgelösten Prognosen gemessen: Eine Einzelmeinung ohne Mitstreiter traf zu 47 Prozent zu, eine Aussage mit fünf oder mehr übereinstimmenden Quellen zu 46 Prozent. Statistisch ist das kein Unterschied. Eine Spur ist allerdings interessant: Zählt man Zustimmung minus Widerspruch, liegt die Trefferquote bei starkem Netto-Konsens bei 65,5 Prozent — bei erst 58 Fällen ist das aber ein Hinweis, kein Befund. Wir verfolgen ihn weiter und sagen es Ihnen, wenn er hält.
Was passiert, wenn eine Prognose falsch war?
Sie bleibt stehen. Jede Aussage wird mit Autor, Datum, Fälligkeit und Quellendokument gespeichert und später gegen die tatsächliche Entwicklung aufgelöst — als richtig, falsch oder teilweise zutreffend. Nichts wird nachträglich gelöscht oder geschönt. Eine Datenbank, in der nur die Treffer stehen, misst nichts.
Woher stammen die erfassten Aussagen?
Ausschließlich aus dem Volltext — aus Transkripten, Berichten und Originalartikeln, nie aus Überschriften oder Zusammenfassungen. Zu jeder Aussage gehört ein archiviertes Quellendokument, das dauerhaft abrufbar bleibt, auch wenn das Original verschwindet. Suchmaschinen dienen dem Finden, nicht dem Extrahieren.
Wie bewertet ihr die Qualität einer Quelle?
Jede Quelle bekommt eine Einstufung: S1 für den geprüften Kernbestand, S2 für Medien und Aggregatoren, S3 für schwache Quellen, dazu eigene Kategorien für Institutionen und Sell-Side-Research. Die Einstufung sagt nichts darüber, ob eine Aussage stimmt — sie sagt, wie viel Prüfung sie braucht. Ob sie stimmt, entscheidet später die Auflösung.
Wie weit reicht die Historie zurück?
Der Regime-Verlauf ist seit dem 7. Februar 2026 lückenlos dokumentiert — inzwischen über 230 Tage mit täglichem Score, Achsenwerten und Konfidenzstufe. Im Dashboard können Sie eine Woche, einen Monat, drei Monate oder ein ganzes Jahr ansehen.
Was bekomme ich im kostenlosen Wochenbriefing?
Jeden Montag erscheint ein kompaktes Makro-Wochenbriefing auf dem Blog: aktuelles Regime, wichtige Wirtschaftsdaten der Woche, Marktbewegungen, Konvergenz-Analyse und Ausblick. Experten werden namentlich genannt, widersprechende Einschätzungen ausdrücklich nebeneinandergestellt. Kostenlos, ohne Anmeldung.
Was bringt der Premium-Zugang?
Premium-Mitglieder erhalten Zugang zum Live-Regime-Dashboard mit täglichen Scores, historischen Verläufen und detaillierten Indikator-Aufschlüsselungen. Dazu kommen Analysen aus 4.700+ getrackten Experten-Aussagen und Konvergenz-Signale, die zeigen, wo unabhängige Quellen übereinstimmen — und wo sie sich widersprechen.
Ist das Anlageberatung?
Nein. Aigenkapital liefert Research und Einordnung — keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Unsere Analysen helfen Ihnen, das makroökonomische Umfeld besser zu verstehen und eigene Entscheidungen fundierter zu treffen. Die Verantwortung für Investmententscheidungen liegt immer bei Ihnen.
Das Modell in Zahlen
Transparenz statt Marketing — das steckt aktuell hinter Aigenkapital.
53
Makro-Indikatoren im Regime-Modell
4.700+
Experten-Aussagen erfasst
512
bereits gegen Realdaten aufgelöst
234
Tage Regime-Historie, lückenlos
Makro verstehen. Besser investieren.
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