Fed, BOC, CPI-Daten & globale Wachstumssignale im Fokus
Nach einer volatilen Vorwoche mit starkem US-Konsum und stabilen PMIs richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf geldpolitische Entscheidungen der Fed und der Bank of Canada – flankiert von wichtigen Inflations- und Wachstumssignalen aus Europa und Asien.
Wichtige Ereignisse im Überblick:
Montag, 26. Januar – Europa startet schwach
- German Ifo Index: 87,6 (erwartet: 88,3)
→ Stimmung in der deutschen Wirtschaft bleibt gedämpft - US Durable Goods:
- Headline: +3,1 % (!), Vormonat: -2,2 %
- Core: +0,3 % (erwartet)
→ Rebound nach dem schwachen November, jedoch stark durch Transportsektor verzerrt
Dienstag, 27. Januar – Konsumstimmung & Industrie
- CB Consumer Confidence: 90,1 → deutlich verbessert
- Richmond Manufacturing: -5 → weiterhin schwach, aber etwas über Erwartung
Takeaway: US-Konsumrobustheit bleibt erhalten, Industrie stabilisiert sich nur langsam.
Mittwoch, 28. Januar – CPI Australien, Bank of Canada & US-Fed
- Australien CPI:
- Y/Y: 3,5 % (leicht über Vormonat)
- Trimmed Mean: +0,4 %
→ RBA könnte Zinssenkungen später als erwartet einpreisen
- Bank of Canada:
- Leitzins unverändert bei 2,25 %
- Pressekonferenz: Fokus auf Arbeitsmarkt & Immobilien
→ Markt erwartet frühestens im Frühjahr erste Lockerungsschritte
- US Federal Reserve (FOMC):
- Zins unverändert bei 3,75 %
- Wichtig: Powell in der Pressekonferenz wohl weiterhin vorsichtig – „Data dependent“, keine voreilige Entwarnung
Donnerstag, 29. Januar – Arbeitsmarkt
- US Jobless Claims: 202K → weiterhin sehr niedrig
→ Kein Stress am Arbeitsmarkt, unterstützt „Higher for Longer“-Narrativ
Freitag, 30. Januar – Inflationsdaten Europa & Nordamerika
- DE CPI (vorläufig): 0,0 % → keine Veränderung zum Vormonat
- DE GDP Q4 (vorläufig): +0,2 % → leichte technische Erholung
- US PPI (Erzeugerpreise):
- Core: +0,3 %
- Headline: +0,2 %
→ Moderate Preisentwicklung auf Produzentenebene – signalisiert keine neuen Inflationsimpulse
Samstag, 31. Januar – China PMI
- Manufacturing PMI: 50,2 → leichter Anstieg, Rückkehr über Expansionsschwelle
→ Hinweis auf vorsichtige Stabilisierung in der chinesischen Industrie
Fazit & Marktimplikationen
- Fed bleibt vorsichtig, trotz robuster Daten – erste Zinssenkung frühestens im Mai
- Arbeitsmärkte robust, aber keine Lohninflation
- Europa schwächelt weiter, Konjunkturerholung verhalten
- Kanada & Australien: Inflation bleibt zu hoch für sofortige Lockerung
- China stabilisiert, aber keine starken Impulse
Marktstrategie
- Aktien: Rückenwind aus stabilen Konsumdaten, aber Bewertung bleibt Thema
- Anleihen: 2Y-Renditen stabil, 10Y leicht fester → Flattening
- USD: leicht fester nach Fed
- Gold: Seitwärts in Erwartung klarerer geldpolitischer Signale
- Krypto: Konsolidierung auf hohem Niveau – keine makrobedingten Impulse aktuell


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